Landschaftspark Duisburg‑Nord III


Industriekultur im Ruhrgebiet

Der Landschaftspark Duisburg Nord hält einzigartige fotografische Motive bereit. Denn dieses Denkmal einer rein funktionalen Schwerindustrie kann heute als reine Kunst wahrgenommen werden. Was Deutschland früher angetrieben hat, steht heute still und hat seinen Zweck verloren.

In diesem Beitrag habe ich die besonders grafisch anmutenden Motive aus dem Industriepark zusammengefasst. Im Zentrum der Kompositionen stehen Linie, Fläche und Farbe. Es geht um die grafische Struktur und nicht um die räumliche.

Die Fotos können vielfach als Zusammensetzung von zweidimensionalen Formen wahrgenmmen werden. Das kann auch dort fuktionieren, wo drei Dimensionen weiterhin gut erkennbar sind. Ich habe die für Fotos hilfreichen Orientierungspunkte wie Himmel oder Horizont gänzlich ausgelassen. Und nur auf einigen Fotos ist ein Boden erkennbar oder eine Struktur klar zu benennen.

Eine Treppe hier, eine Tür dort, viele Schrauben, Nieten, einige Gitter, Wasser. Aber was ist das alles genau? Was zeigt ein einzelnes Foto? Könnte es einen Namen bekommen, der auf die frühere Funktion des Abgebildeten verweist? Die Aufnahmen sollen Raum geben für Fantasie und die Befreiung vom Zweck.

Die Fotos teile ich in fünf Sets mit je drei Motiven, die in ihrer Erscheinung und dem Ort der Entstehung nach nah beieinander liegen.

Set Eins

Hier dominieren große Flächen und deren erdnahe Farben. Das Räumliche tritt in den Hintergrund. Vorherrschend sind Korrosion und Verwitterung.

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Set Zwei

Auch hier sehr viel Verwitterung und Korrosion. Zusätzlich malt ein bemoster Boden zarte grüne Flächen ins Bild.

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Set Drei

Tonangebend ist hellgrauer, nur mäßig verwitterter, Stahl. Als Linienstruktur sind eine Treppe und ein Gitterkäfig gut erkennbar.

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Set Vier

Das Besondere an diesen Fotos sind Flächen aus inenander übergehenden Blautönen, ergänzt durch erdfarbene Korrosion auf hellem Untergrund.

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Set Fünf

Dieses Set weist von allen Fotos die deutlichsten räumlichen Strukturen auf. Sie lassen sich trotzdem als Fläche verstehen. Prägend sind die schnutzigen Kalktöne und die offensichtliche Wirkung von Feuchtigkeit.

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Alle Fotos sind 2023 und 2024 mit der Canon EOS R5 entstanden. Ich habe die Motive nach dem Fotografieren nur wenig beschnitten. Da ich nicht mit einem Shift-Objektiv gearbeitet habe, erfolgten perspektivische Anpassungen, wo die Parallelität der Strukturen es verlangt bzw. in der Realität auch gegeben waren.